Spende für Kinderheim in Brasilien
Schülerinnen des Marienhains spenden für ein Kinderheim in Brasilien
Ein Bericht von Martina Lüers
Am 13. August 2006 begann meine Reise ins brasilianische Penedo, der Wirkungsstätte meines verstorbenen Großonkels Dom Constantino Lüers.
Mein Cousin, meine Cousine, ihr Freund und ich waren drei Wochen lang auf den Spuren unseres Großonkels unterwegs.
Vor Ort begleitete uns der aus Hannover stammende Priester Benedikt Lennartz, der den Förderern des "Missionswerkes Dom Constantino" von Besuchen in Langförden gut bekannt ist.
Bischof Constantin Lüers, der am 22. April 1916 in Holtrup geboren wurde, begann in Nordost Brasilein in der Diözese Penedo ein großes Missionswerk.
Seiner Heimat, seinen Angehörigen und dem großen Kreis seiner Verwandten blieb er immer verbunden.
Hier fand er große Unterstützung um sein Missionswerk zu finanzieren. Er errichtete 10 Kirchen, 530 Häuser für arme und kinderreiche Familien, ein Bildungszentrum für geistliche Berufe, 2 Schulen, einen Kindergarten, viele Kapellen und zwei Einrichtungen für die Herstellung von Sojabrot und Sojamilch für 820 Familien.
Am 2. Juli 1997 starb Constantin Lüers nach längerer Krankheit in Penedo.
Heute wird er in Brasilien als "Vater der Armen" verehrt.
Der junge Priester aus Deutschland, Benedikt Lennartz aus Hannover ist bereit, das Werk des Holtruper Franziskaner Dom Constantino Lüers fortzusetzen.
Zwar unter einem anderen Vorzeichen, aber immer für die Schwächsten auf dieser Welt, seine Kinder, die ihr Leben auf der Straße verbringen müssen und denen er einen "neuen Weg" mit einer besseren Zukunft bereiten will.
Benedikt, der länger als sechs Jahre mit Straßenkindern in den Slums von Recife lebte, gründete das Straßenkinder-Projekt "Comunidade Vida Nova", das von einem großen Förderkreis in Hannover und Langförden finanziert wird.
Während meines Aufenthaltes lernte ich das Kinderheim "Lar Sao Domingo" in Arapiraca kennen. Dieses ist das Kinderheim für Straßenkinder und Kinder aus Elendsfamilien, welches zu Comunidade Vida Nova gehört, damit die Kinder menschenwürdig leben können.
Die Kinder leben nun in einem Gebäude auf einem wunderschönen großen Gelände mit einem Fußballplatz, bekommen täglich zu essen, sind sauber gekleidet und gehen alle in die Schule. Dennoch gibt es auf dem Gelände noch sehr viel zu tun:
das Heim hat noch keine Fensterscheiben, die Kinder haben keine Bettdecken, bis auf einen Fußball besitzen die Kinder kein Spielzeug, das Essen bekommen sie teilweise von der Umgebung geschenkt, die Kinder brauchen psychologische Betreuung, die Erzieher sollen weitergebildet werden, es soll eine Werkstatt zur Freizeitgestaltung entstehen. Doch dafür fehlt das Geld!
Als ich aus Brasilien zurückgekehrt war und mich wieder in Deutschland im Marienhain in meiner Klasse befand, sprudelte alles aus mir heraus. Da meine Klasse sehr kreativ ist, hatten meine Mitschüler einige Ideen, wie wir durch Spenden den Kindern Unterstützung geben könnten.
Durch eine Tombola in der vorweihnachtlichen Projektwoche haben wir dann 1.126,73 Euro für das Kinderheim in Arapiraca sammeln können.
Die Projekt-Gruppe Brasilien (Tombola), Benedikt Lennartz und die Kinder in Brasilien sagen allen Spendern ein riesengroßes „Dankeschön“!
Martina Lüers, BBS Marienhain Vechta