Fachschule Sozialpädagogik (FSP)
Begleiten, fördern und unterstützen Sie junge Menschen in wichtigen Lebensphasen: An unserer Fachschule Sozialpädagogik (FSP) qualifizieren Sie sich im Rahmen einer Weiterbildung zur Erzieherin / zum Erzieher. Sie erwerben praxisnah vertiefte pädagogische Kompetenzen und bereiten sich gezielt auf verantwortungsvolle Aufgaben in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern vor. Die Weiterbildung bieten wir in Vollzeit und Teilzeit (berufsbegleitend) an.
Alle Infos auf einen Blick
Ausbildungsziele
Unser Ziel und Auftrag ist, Sie in Ihrem beruflichen-fachlichen Identitätsfindungsprozess zu unterstützen und mit Ihnen Wege zu einer verantworteten erzieherischen Tätigkeit zu finden. Wir vermitteln fachliches Grundwissen wie auch methodische Möglichkeiten der erzieherischen Arbeit. Wir fordern immer wieder auch Ihre Reflexionsfähigkeit, die kritische und selbstkritische Überprüfung Ihrer Ausbildung und beruflichen Entwicklung. Wir wünschen uns Ihre konstruktive Mitarbeit bei der Gestaltung des schulischen Zusammenseins, sei es im Unterricht, in der Schülervertretung, bei Festen und Feiern, bei der Lösung von Konflikten und der notwendigen Anstrengung, miteinander Lernen zu lernen. Im Glücksfall mag dann auch die berufliche Ausbildung zu einer persönlich reichen Erfahrung führen.
Einsatzgebiete
Die abgeschlossene Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher befähigt Sie zur sozialpädagogischen Arbeit...
- in der Kinderkrippe,
- in der Krabbelstube,
- im Kindergarten,
- in der Kindertagesstätte,
- im Kinderhort,
- im Kinder- und Jugendheim,
- in Einrichtungen offener Kinder- und Jugendarbeit,
- in heil-/sonderpädagogischen Einrichtungen,
- in Kinderstationen von Krankenhäusern.
Ausbildungsfächer
Die allgemeinbildenden Fächer in der Erzieherausbildung sind:
Deutsch (Kommunikation)
…dient der persönlichen geistigen Auseinandersetzung mit pragmatischen und literarischen Texten und der Übung Ihrer Ausdrucksfähigkeit.
Mathematik
…Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen. (Galileo Galilei)
Englisch (Kommunikation)
...Auf der Basis der mitgebrachten Sprachpotentiale sollen mit Überzeugung, Freude und Phantasie die Fähigkeiten weiter entwickelt werden. Sowohl im mündlichen wie schriftlichen Bereich werden sozialpädagogische Themen diskutiert und inhaltlich vertieft.
Politik
...In diesem Fach werden Fragen und Klärungen gesellschaftlicher Prozesse angeboten.
Religion
...konfrontiert Sie mit dem Wagnis einer vertrauensvollen Lebensgestaltung aus christlicher Perspektive.
Biologie
...ist „die Lehre von der belebten Natur“. Uns interessiert dabei weniger die Flora und Fauna, sondern im Mittelpunkt unseres Interesses steht der Mensch: Bedingungen, Probleme, Chancen.
Berufsbezogener Unterricht
Der berufsbezogene Unterricht in der Fachschule ist, ebenso wie in der Berufsfachschule Sozialassistentin/Sozialassistent, in Lernfelder gegliedert und als Aufbau zu verstehen. Auch die Lernfelder in der Fachschule zielen darauf ab, die Tätigkeit in verschiedenen Arbeitsfeldern zu vermitteln. Die Erzieherausbildung soll allerdings, im Unterschied zur Sozialassistentenausbildung, auf eine eigenverantwortliche Tätigkeit vorbereiten. Die Fächer mit den zugeteilten Lernfeldern heißen:
1. Berufsrolle und Konzeptionen
Die berufliche Identität ausbauen und professionelle Perspektiven entwickeln.
Nach ihrer Sozialassistentenausbildung sollen die Schülerinnen und Schüler zu einer erweiterten Standortbestimmung ihrer beruflichen-personalen Identität kommen
Pädagogische Konzeptionen erstellen und Qualitätsentwicklung sichern.
Zu den beruflichen Anforderungen an Erzieherinnen und Erzieher gehört zunehmend, das berufliche Handeln im Kontext der jeweiligen Einrichtung konzeptionell zu beschreiben, zu begründen und in der Öffentlichkeit darzustellen.
2. Zielgruppenorientierte Arbeitsorganisation
Die Lebendwelt von Kindern und Jugendlichen strukturieren und mitgestalten.
Voraussetzung für die pädagogisch gestaltete Lebenswelt ist die Schaffung von Betreuungsstrukturen, die den Kindern/Jugendlichen Sicherheit, Orientierung und Wohlbefinden bieten
Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenssituationen erziehen, bilden und betreuen.
Erzieher begegnen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern Kindern und Jugendlichen, deren Entwicklung durch Beeinträchtigungen oder besondere Lebensumstände erschwert ist.
3. Sozialpädagogische Beziehungsgestaltung
Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten.
Das Berufsbild des Erziehers ist dadurch gekennzeichnet, dass es sowohl im alltäglichen beruflichen Handeln als auch in der geplanten pädagogischen Aktivität um die Initiierung und Gestaltung von Beziehungen zu einzelnen Menschen und Gruppen geht.
Teamarbeit gestalten und mit Familien kooperieren.
Dieses Lernfeld beabsichtigt die bereits erworbenen Grunderfahrungen in der Team- und Elternarbeit zu vertiefen und den Blickwinkel zu erweitern.
4. Sozialpädagogische Bildungsarbeit
Bildungs- und Entwicklungsprozesse erkennen, anregen und unterstützen.
Dieses Lernfeld beinhaltet die Erweiterung und Strukturierung beruflicher Handlungskompetenzen in den Bereichen Erziehung, Bildung und Betreuung,deren Grundlagen in der Berufsfachschulausbildung erworben wurden.
Musisch-kreative Kompetenzen weiterentwickeln und Medien gezielt anwenden.
Inhalte dieses Lernfeldes bauen auf den in der Berufsfachschule erworbenen Grundlagen musisch-kreativer bzw. medialer Kompetenz auf.
5. Optionale Lernangebote
...sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtende Angebote und dienen der Vertiefung von Inhalten.
6. Praxis Sozialpädagogik (Praktische Ausbildung)
In unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern soll auf das erzieherische Handeln vorbereitet werden. Die Praxis-Koordination in der FSP 1 und 2 verantwortet Luzia Ries-Kattinger.
Voraussetzungen
Welche Voraussetzungen zur Erlangung eines Ausbildungsplatzes brauchen Sie?
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Berufsausbildung als Staatlich geprüfte Sozialassistentin/Staatlich geprüfter Sozialassistent, Schwerpunkt Sozialpädagogik und
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Ein erfolgreich geführtes Bewerbungsgespräch mit Vertretern der Schulleitung.
Was müssen Sie für eine Ausbildung am Marienhain bezahlen?
Der Besuch der BBS Marienhain ist seit August 2019 schulgeldfrei!
Soweit Sie im Wohnheim ein Zimmer mieten wollen, bezahlen Sie dafür derzeit 200,00 €. Wenden Sie sich mit ihrem Mietinteresse an Frau Sieveke, Tel. 04441/9351-12.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und gliedert sich in
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1. Jahr: 33 Wochen Theorieunterricht und 300 Std. Praktikum
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2. Jahr: 33 Wochen Theorieunterricht und 300 Std. Praktikum (Die Schülerinnen und Schüler müssen pro Schuljahr 1,5 Wochen in den Ferien während des Praktikums arbeiten).
Der theoretische und der praktische Ausbildungsabschnitt endet jeweils mit einer Prüfung. Nach deren Bestehen sind Sie "Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher“.
Die Ausbildung beginnt jährlich im August.
Berufsbegleitende Erzieherausbildung
An wen richtet sich der Ausbildungsgang?
- pädagogische Fachkräfte, die sich parallel zu ihrem Arbeitsvertrag weiterqualifizieren möchten bzw. von ihrem Arbeitgeber mit entsprechender beruflicher Inhouse-Perspektive dazu motiviert wurden, um neue Kompetenzen zu erwerben und um u.a. in den Gruppenleitungsdienst wechseln zu können.
- keine Altersbeschränkung, d. h. auch für all diejenigen ein Ausbildungsangebot, die bereits länger in sozialpädagogischen Einrichtungen arbeiten und einen größeren Abstand zur vorherigen schulischen Ausbildung haben.
- Weiter Zugangsmöglichkeiten siehe Tabelle im Anhang
https://bildungsportal-niedersachsen.de/erzieherinnen/quereinstieg
Wie ist die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in berufsbegleitender Form organisiert bzw. inhaltlich strukturiert?
Die berufsbegleitende Ausbildung ist genauso wie die Vollzeitausbildung in berufsspezifische und berufsübergreifende Lernbereiche strukturiert und erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Jahren, in zwei Ausbildungsabschnitten:
August 2025 bis zum 31.01.2027 und vom 01.02.2027 bis Sommer 2028
(Start ist abhängig von der Anmeldungszahl; Bewerbung ist zu sofort möglich)
Der theoretische Unterricht (insgesamt 2400 Stunden) wird wöchentlich am Donnerstag und Freitag jeweils von 7:45 – 16:30 Uhr sowie in zwei Blockwochen jeweils zu Beginn eines Ausbildungsabschnitts in der BBS Marienhain stattfinden.
An den anderen Wochentagen ist der praktische Teil der Ausbildung zu absolvieren (mind. 600 Stunden in einem kontinuierlichen pädagogischen Gruppenprozess über den gesamten Ausbildungszeitraum); 180 Stunden sind verpflichtend in einem zweiten pädagogischen Handlungsfeld mit Beginn des zweiten Ausbildungsabschnitts zu erbringen (Vorgabe des Kultusministeriums). Möglichkeit des „Fachkräfte- Tauschs“ bei Arbeitgebern mit verschiedenen pädagogischen Schwerpunkten in den eigenen Einrichtungen.
Die Ausbildung wird mit einer Facharbeit und zwei schriftlichen Abschlussklausuren (Deutsch und ein Modul des berufsspezifischen Lernbereichs) abgeschlossen. Die praktische Abschlussprüfung erfolgt in der sozialpädagogischen Einrichtung, in der die Praxisstunden absolviert werden, bzw. in der die/der Angestellte in Ausbildung unter Vertrag steht.
Welche Aufnahme-Voraussetzungen müssen Interessenten für die berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher (BERIT) erfüllen?
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Berufsabschluss zur Sozialpädagogischen Assistentin/zum Sozialpädagogischen Assistenten (bei direkt anschließender Weiterqualifikation ist das Notenbild entscheidend)
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Abschluss des Beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Sozialpädagogik mit einer zusätzlichen Praxiszeit von 600 Stunden
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weitere Zugangsmöglichkeiten durch andere Qualifikationen:
Broschüre des Niedersächsischen Kultusministeriums
https://bildungsportal-niedersachsen.de/erzieherinnen/quereinstieg
https://bildungsportal-niedersachsen.de/fileadmin/2_Portale/Erzieherinnen/Dokumente/MK_Brosch_Quereinstieg_A5_2023_Erzieher.pdf
https://bildungsportal-niedersachsen.de/erzieherinnen/anerkennung-von-bildungsabschluessen
Welche Bedingungen muss der Träger/Arbeitgeber schaffen?
- Stellenausschreibung für eine pädagogische Fachkraft als Zweitkraft im Gruppendienst, die die duale Ausbildungsform ermöglicht (zu empfehlen ist es, bei Vertragsabschluss die Notwendigkeit des zweiten Praxisfeldes als Ausbildungsbedingung mitzuplanen (180 Stunden); hier bietet sich u.a. auch ein „Arbeitsplatz-switchen“ von zwei MitarbeiterInnen in Ausbildung in unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern des gleichen - oder eines Partner-Trägers an.
- bestenfalls teilweise/vollständige Übernahme der schulischen Ausbildungsstunden in die Vertragsstunden des Ausbildungsvertrags.
- Sicherstellung des entsprechenden Stundenumfangs in einem kontinuierlichen pädagogischen Arbeitsprozess
- Beauftragung einer Mentorin/eines Mentors innerhalb der Einrichtung (staatl. anerk. ErzieherIn oder höherqualifizierte Fachkraft) zur Begleitung der/des Angestellten in Weiterbildung.
- Beratung interessierter Träger und Einrichtungsleitungen seitens des Kultusministeriums:
Broschüre des niedersächsischen Kultusministeriums
https://bildungsportal-niedersachsen.de/fileadmin/2_Portale/Erzieherinnen/Dokumente/MK_Flyer_Teilzeitausbildung_Soz_Paed_2023.pdf
Unsere Praxispartner für die berufsbegleitende Erzieherausbildung sind unter anderem:
- Stadt Cloppenburg
- Diakonie im Oldenburger Land
- Andreaswerk
- Johannesstift
- Caritas Sozialwerk
- St. Maria Himmelfahrt Vechta
- Verein für sozialpädagogische und lerntherapeutische Hilfen
- und andere Einrichtungen im Kindergarten-, Krippen- und Jugendhilfebereich, die schon langjährige Praxisbegleitung in unseren Vollzeit Ausbildungsgängen anbieten
Kontakt
Fachbereichsleitung: Andrea Lorentz
Praxiskoordination: Luzia Ries-Kattinger